Als Turbinen wurden Kaplan-Rohrturbinen ausgewählt, die sich für diesen Standort bei vergleichweise geringem Gefälle und wechselnden Betriebsbedingungen gut eignen. Sie wurden horizontal eingebaut, so dass die Strömung nicht umgelenkt werden musste. Damit gibt es weniger Kollisionspunkte als bei vertikalen (hängenden) Bauformen.
Die Turbinen werden über die verdrehbaren Laufschaufeln und die verstellbaren Leitschaufeln auf die wechselnden Betriebsbedingungen eingestellt. Beide Systeme geben dem zulaufenden Wasser eine schraubenförmige Drehung, um die Energie des Wassers in Bewegung umzusetzen.
Mit höchstens 90 Umdrehungen pro Minute gehören diese Turbinen zu den Langsamläufern. Der Anteil von Prall- und Scherflächen ist minimal. Insbesondere der große Abstand zwischen Leit- und Laufschaufeln schließt Schermöglichkeiten aus, wie sie bauartbedingt an anderen, insbesondere älteren Bauarten zu finden sind.
Mit dem Ausbau auf knapp zehn Megawatt (MW) werden die vorhandenen Möglichkeiten der Energiegewinnung weitgehend ausgeschöpft. Die notwendige Betriebswassermenge steht an 180 Tagen zur Verfügung, in der anderen Hälfte des Jahres laufen die Maschinen mit geringerer Leistung.