Das Kraftwerk ist ein Umgehungsbauwerk. Aus dem Oberwasser (eingestauter Bereich) wird durch ein rechtwinklig zum Strom angeordnetes Einlaufbauwerk das Betriebswasser (bis zu 220 m3/s, das sind rund 1.000 gefüllte Badewannen je Sekunde) entnommen. Nach dem Durchströmen des Grobrechens und des Feinrechens wird das Wasser in einem unterirdischen Triebwasserkanal um 90 Grad umgelenkt und sodann unter Umgehung der vorhandenen Wehrbauten parallel zum Ufer auf die im Krafthaus (Lage im Uferbereich des Unterwassers) eingebauten zwei Kaplan-Rohrturbinen geführt. Anschließend strömt das Betriebswasser in dem offenen Auslaufbauwerk in das Unterwasser der Weser.
Bis auf die Rechenreinigungsanlagen und das Oberteil des Maschinenhauses ist von der Anlage nichts zu sehen, denn sie ist komplett unterirdisch errichtet.
Die mit 42 Metern ungewöhnliche Breite des Einlaufbeckens ist nötig, weil der Feinrechen zum weitgehenden Fischschutz einen Stababstand von nur 25 Millimetern hat. Die Rechenstäbe nehmen für sich allein ein Drittel der Fläche ein. Zudem ist die Anströmgeschwindigkeit mit 0,7 Meter pro Sekunde so gering gewählt, dass Fische nicht an den Rechen gepresst werden.