Fischaufstieg

Zusätzlich zu dem bereits am linken Ufer befindlichen Fischpass ist am rechten Ufer – weitgehend parallel zum geplanten Kraftwerk – ein zweiter Fischaufstieg errichtet worden.

Er überwindet als sogenannte „Raue Rampe“ in einer Länge von circa 260 Metern den Höhenunterschied von bis zu 7 Metern (bei Tideniedrigwasser) gleichmäßig mit einer Steigung von 2,85 Prozent.

Der Fischpass ist auf der gesamten Länge mit Grobkies als Sohlsubstrat und periodisch mit größeren Lenk- und Störsteinen bestückt, um ein möglichst naturnahes Gerinne zu erhalten. Das Setzen von Stör- und Lenksteinen erfolgte so, dass neben unruhigeren Fließpassagen auch Ruhe- bzw. Verweilzonen für aufsteigende Fische und Wirbellose entstanden. Die erhebliche Länge des Fischpasses bietet durch das geringe Gefälle und die niedrigen Fließgeschwindigkeiten optimale Aufstiegsmöglichkeiten.

Der Einstieg in den Fischpass im Unterwasser erfordert durch den tidebedingten Schwankungsbereich des Unterwassers besondere Vorkehrungen, da sich mit dem ständig verändernden Wasserspiegel auch die Einstiegshöhe in den Fischpass und die Strömungssituation stetig verändern. Deshalb wurde ein variabler, höhenverstellbarer Zugang entwickelt, der neben der Anpassung der Einstiegshöhe vor allem für eine stetige Lockströmung sorgt. Diese Leitströmung wird zusätzlich durch eine Pumpe mit einer breiten Düse verstärkt.

Für sohlnah wandernde Fische und Wirbellose ist im Anschluss an die Flusssohle immer ein getrennter Einstieg offen, der ihnen den problemlosen Zugang in den Fischpass ermöglicht. Entsprechend ist auch der Ausstieg im Oberwasser an die Flußsohle angebunden. Er ist zudem in eine ruhige Kehrwasserzone gelegt, damit speziell Wirbellose, aber unter Umständen auch andere Wasserbewohner, den Fischpass von oben nach unten durchwandern können.