Neue Maßstäbe

Mit einer Kombination mehrerer, zum Teil innovativer Fischschutzeinrichtungen setzt das geplante Weserkraftwerk in Sachen Fischschutz neue Maßstäbe für Flusskraftwerke dieser Größenordnung.

Fischaufstieg

  • 260 m lange Raue Rampe mit 2,85 % Steigung
  • Ausprägung als naturnahes Gerinne mit Verweilzonen
  • Sohlanbindung des Ein- und Ausstieg
  • höhenverstellbarer Einstieg zur Kompensation der wechselnden Unterwasserstände
  • Verstärkung der Leitströmung durch eine Pumpe

Fischabstieg

  • geringe lichte Stabweite des Feinrechens mit 25 mm
  • permanente Überströmung der Rechenoberkante
  • Bypasssystem in der Mitte und am Fußpunkt des Rechens
  • Neigung des Rechens bei 68°, zusätzliche Wölbung im oberen Drittel
  • Sonderkonstruktion der Rechenharken
  • Ausführung der Kaplanrohrturbinen als „minimal gap runner“


Diese Vorkehrungen bieten zum einen für aufstiegswillige Fische und Wirbellose dem natürlichen Verhalten entsprechende Wege an und halten zum anderen für abstiegsuchende Fische gefahrlose Abstiegsmöglichkeiten außerhalb der Turbinen vor.

Ein derart vorbildlicher Fischschutz hat auch seinen Preis, der im Vergleich zu bisherigen Konzepten für Wasserkraftwerke dieser Größenordnung zu erheblichen Mehrkosten führt.